"dunkel" poems
Liebes-Lied (“Love Song”)
by Rainer Maria Rilke
loose translation/interpretation by Michael R. Burch
How can I withhold my soul so that it doesn’t touch yours?
How can I lift mine gently to higher things, alone?
Oh, I would gladly find something lost in the dark
in that inert space that fails to resonate until you vibrate.
There everything that moves us, draws us together like a bow
enticing two taut strings to sing together with a simultaneous voice.
Whose instrument are we becoming together?
Whose, the hands that excite us?
Ah, sweet song!
Original text:
Liebes-Lied
Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.
Keywords/Tags: German, translation, Rainer Maria Rilke, love, song, music, soul, vibrate, vibration, dark, space, darkness, instrument, bow, strings, hands, voice
Feb 25, 2020
Feb 25, 2020 at 6:26 PM UTC
Ich ging durch den beschmutzten bevölkerten Korridor mit den Reben, die drinnen und draußen wuchsen, entlang und ich sah in jeder Tür mein Spiegelbild, während ich vorüberging. Ich wohnte genau zum Zimmer – nicht einhundertfünfzig Zentimeter weg; die Entfernung war fast nicht größer, als ich war, und nicht alter. Ich erläuterte meine Angst vor dem Dunkel mit einem Frösteln. Meine Zähne klapperten und klingelnden Münzen, die in meiner Tasche blieben, schrien in meinem Ohr gewohnte Lieder.
Eine Tür öffnete und einen Moment lang hörten wir das Weltall. Wir allesamt waren in dem Korridor. Ein krystallener Stab wie einer, den Leute in der Versuchsansalt oder in der Kneipe benützten, zerbrach. Der Stabinhalt floß in die Hand des Mannes, der sein Zimmer verließ, eine silberne Flüssigkeit. Das Echo des Wortes „Quecksilber“ klang in dem Korridor.
Jedes Zimmer ist gleichbedeutend wie das Letztere, aber es ist auch unterschiedlich. Jedes beinhaltet grenzenlos Fähigkeiten, und unterschiedliche Chemikalien, unterschiedliche Chemie, und unterschiedliche Emotionen.
Ängstlich öffnete ich meine Tür und trat in einen millionsten Anteil von mir selber und ich war ich selber. Symphonien flossen von meinem Kopf weiter, und von den Symphonien kamen fliegende Fische.
Es war nicht wichtig, dass andere Menschen ähnliche Zimmer wie mein Zimmer hatten; es war nur wichtig, dass ihre Zimmer verschieden waren. Ihre Zimmer waren Käfige, genau wie ihre Herzen und auch ihre Hände. Der Mann im Korridor, der hirschartige Augen hatte, blies das flüssige Metall, das seine Hand fasste weg. Die Flüssigkeit wurde Staub und glitt zu mir wie Backpulver oder Schnee im Schneesturm. Ich konnte alles hören und ich musste mich von dem Weiß, das der Staub brachte, trennen. Ich hasste den öden Morgen, den das hervorbrachte.
Ich wollte meine Tür öffnen und wollte den silbernweißen Straub vorzeigen, dass ich auch Sachen in der Luft erschaffen konnte. Ich wollte, aber ich konnte nicht. Ich konnte Sachen in der Luft meines Zimmers erschaffen, aber nicht im Korridor. Man braucht Ressourcen, um etwas zu ändern oder zu formen. Ich besaß Keine.
Die Welt schüchterte die Leute ein, die Verstand hatten.
Oct 15, 2010
Oct 15, 2010 at 1:28 PM UTC
mere eller mindre enten eller
det er ligemeget
efter efteråret er det vinter
det er elegant sneen dækker det hele
natten er dunkel
men dér i midten af himmelen lyser en stjerne
shh shh stille
se sådan som solen skinner gennem skyerne
se hvordan strålerne slikker din hud
synes du lidenskaben i lyset er spektakulær?
solen er den største stjerne
skønt du kommer straks efter
at tænke tanker tænder intellekten
ti tusind ting at tænke i timen
tak til tænkning utak til tristhed
tag fat i din tekop
teen er tempereret
det er som at træde på tidsler
Mar 8, 2015
Mar 8, 2015 at 3:04 PM UTC
Ja, er hat dich gekuesst-- aber ich auch
wenn er nicht da waere-- wer sonst?
Ich bin ohne dich geflogen, und wohin?
Keine Frage der Zeit, Schlampe
ich bin's
Ich bin's der bei dir sonst waere-- ich bin's, bist du wirklich so bloed?
Wieso fragst du >>WER?<<
Du bist ne Schlampe, und das erkenn' ich schon
aber das macht mir nichts, ich bin alleine geflogen
Und all die Menschen die ueber mich sassen
haben es gewusst und wollten mich kaum antasten
Sie sind ohnehin weiter-- immer weiter-- gegangen
und, ohne dich, Schlampe, bin ich heruntergefangen
Mit den Hunden und Paeckchen diese Leute staendig nach- duersten und mitbring'
Lag ich
Bin ich auch zu ueberfluessig um oben drinzusitzen?
Schlampe, willst du dass ich wein', so ohne Wasser
im Dunkel, in Einsamkeit, im Gefaengniss der Lust?
Am Kartenkasse drueckte ich 'eins-Plus!'
Vergiss dich, Schlampe-- ich hab' fuer dich kein Benutz
Du bist nicht wer ist, das bin ich
Tschuess.
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Yes, he has kissed you-- but I too
if he weren't there-- who else?
I have flown without you, and where to?
No question of time, *****
I am the one
I am the one that would be by you otherwise-- I am the one, are you really so stupid?
Why do you ask "WHO?"
You are a ***** and I recognize that already
But that doesn't make a difference to me, I have flown by myself
And all the humans that sat over me
have known it and hardly wanted to touch me
they have regardless further-- always further-- gone
and, without you, ***** am I caught under here
With the dogs and little packages these people constantly thirst after and bring with
I lay
Am I indeed too superfluous to sit inside, above?
***** do you want for me to cry, this way without water
in the dark, in isolation, in the prison of passion?
At the ticket counter I pressed "one-Plus!"
Forget you, ***** for you have I no use
You are not he who is, that is I.
Goodbye.
Mar 26, 2012
Mar 26, 2012 at 1:21 PM UTC
Ich will der nicht sein
der auf deinen Zug wartet
der niemals kommt
Der, der die Anderen sieht
Leute, die sich umarmen auf’m Gleis
Die schnell weg vom Bahnhof verschwenden
Und da bleib ich noch
Ich guck’ ungeduldig an die Anzeigetafel
Die leer steht
Leer bleibt
Und dunkel wird
Ich will der nicht sein
der allein Heim fährt
Nacht ohne Wert
Heute Nacht bin ich der
Doch ich kann ehrlich sagen
Du bist das schönste Ding
Das mir vorbeigefahren ist
Jun 27, 2015
Jun 27, 2015 at 4:06 PM UTC
nyt år, ny ligegyldighed
store og små problemer; alle komplicerede, alle trivielle
et rod af pro et contra lister, mentalt og fysisk, om det ene og det andet
én fod i opgivelse, den anden i stædighed
stolthed og ære og sårbarhed
at stå ved sig selv men være åben for samtale; for kompromis på samme tid
ulykkelighedens øvre grænse
almen smerte
uldent forræderi
er der virkelig et glad liv et sted?
pengemani og nedarvet selviskhed
umulige vilkår
kamp eller flugt?
hastig velovervejet
et frit valg?
at starte i nul
pligt og lyst og splittelse
dunkel hovedpine i yderkanten af hovedet, i yderkanten af eksistensen
sammenstød, velmenende fornærmelse
optrevlende mønster-elev (mønstret elev)
starten på et år,
forandring?
Jan 5, 2016
Jan 5, 2016 at 10:33 AM UTC
Du zwingst mit deinem Lächeln
jeden Tag aufs Neue die Sonne in die Knie
und wurde die Sonne erst einmal besiegt
steigt unser Mond am Himmelszelt auf
Egal ob dunkel oder hell
Egal ob strahlend oder vom Nebel eingedeckt
Die sämtlichen Farben in deiner Iris
habe ich direkt für mich entdeckt
Du lässt deine Umgebung durch deinen Geruch friedlicher wirken
Ich weiß es gibt bessere Gründe um zu schwärmen
aber dein Geruch nach träumen, phantasieren und schweben
lässt mich von Kopf bis Fuß
erwärmen und innerlich erbeben
Du streust mit jedem deiner Worte bunte, getrocknete Blüten über unseren Kaffee
getragen vom schönsten und leckersten Milchschaum
den mein Mund jemals geschmeckt hat
so elegant, charmant und voller Dank
sitzen wir in deiner Küche in der Sonne
abwechselnd
Auf deiner kleinen, sonnigen Fensterbank
Oct 8, 2024
Oct 8, 2024 at 2:48 PM UTC
die nacht tickt durch die uhr davon
zu laut tickt sie
und sie verstreicht niemals
obwohl sie rennt und rennt
aber sie kommt nicht an
die nacht ist zu leise, ist zu schnell
und die zeit zu dunkel
(attempt of a translation)
the night ticks away through the clock
too loud it ticks
and it never passes by
although it runs and runs
but it never arrives
the night is too silent, too fast
and time too dark
Jan 18, 2018
Jan 18, 2018 at 6:51 PM UTC
Ich zünde für dein Wohlergehn,
das Licht der Liebe an
Mit deinem Herzen wirst du sehn
wie hell es leuchten kann
Es dringt durch alle Poren
bis in die letzte Zelle
Du bist wie neu geboren
durch diese Lichterquelle
Mit unverzagtem Mut
und unbeugsamer Kraft
steigst du aus dieser Glut
voll purem Lebenssaft
Streckst deine Flügel aus
und schüttelst alle Sorgen
ins Dunkel weit hinaus
fühlst dich im Licht geborgen
Es wird dich immer schützen
vor großer Not und Pein
oder
zumindest stützen
sollt’s doch mal anders sein
Nov 18, 2020
Nov 18, 2020 at 5:11 PM UTC
My left hands scratches the air looking for some kind of support
I can't get up, all my attempts end up the same way
In a lame complain of my human condition
the only thing I'm able to see is the strange shine of the coffin in my right side
the wood is swamping in my ribs
I'm not sure where I am, and... the way I got here
is still fuzzy, faces, names, melodies...they're just little glimpses
and when my fingertips cross the surface of this place
willing to find way out of here...the memories of our old world haunt my mind,
do you remember me?
would you come back?
make it easy, drag the simple linings of the light inside you
all the poetry you brag about
your fake promises and the sweet essence of your steps
you teached me how to light a candle in the middle of the darkness
but, how I've come to forget it all?
You've forgotten
and it's an unfinished symphony
darkness is all I have now
May 5, 2017
May 5, 2017 at 2:07 PM UTC
Es ist dunkel
Es ist Nacht
In aller Stille
Es ist vollbracht
Hört es fließt
Hört es tropft
Verzerrter Mund
Wurde gestopft
Tanzende Lichter
Tanzende Menschen
Dolche im Schimmer
Nur so glänzen
Hört es fließt
Hört es tropft
Verzerrter Mund
Wurde gestopft
Sanftes Wiegen
Sanftes Singen
Lassen das Wimmern
Nun überklingen
Hört es fließt
Hört es tropft
Verzerrter Mund
Wurde gestopft
Nasse Gräser
Nasse Hände
Mit warmen Blut
Durchtränktes Gelände
Hört es fließt
Hört es tropft
Verzerrter Mund
Wurde gestopft
Reibende Verse
Reibende Körper
Eine Menge
Alles Mörder
Hört es fließt
Hört es tropft
Verzerrter Mund
Wurde gestopft
Roter Mond
Roter Leib
Liegt am Boden
Das tote Weib
Hört es fließt
Hört es tropft
Verzerrter Mund
Wurde gestopft
Es wird Tag
Es wird hell
Schau Sie flüchten
Nun sehr schnell
Nichts mehr fließt
Nichts mehr tropft
Sowie das Herz
Nicht mehr klopft
Feb 16, 2020
Feb 16, 2020 at 11:54 AM UTC
Im verborgenen Dunkel der Dualität
kämpft sich die Materie ans Licht,
umarmen sich Gase und Felsen zu Planeten
dringt der Sämling durch Erdreich und Steine
Überleben, um jeden Preis – heißt das Spiel,
auch wenn die korrekte Gestalt zur Ungestalt wird
Nov 23, 2020
Nov 23, 2020 at 5:15 AM UTC