"liegt" poems
Sie fragten, weshalb ich schreibe.
Ich habe lange mit meinen Gedanken herumgespielt,
aber meine Mutter hat mich all die Jahre liebevoll gelehrt,
dass man nicht mit sinnlosen Gedanken spielen darf.
Ich habe nachgedacht, bin durch Straßen gerannt,
bin auf Füßen von anderen herumgetrampelt, und
weitergerannt, umgedreht, und ehrlich entschuldigt.
Habe an meinem Stift gekauft – vermummt von Wor-
ten und habe Bruchteile von Radiergummifussel ver-
streut. Habe überall gesucht, in den Strömen des Re-
gens, in den alten Adern der Blätter am Straßenrand,
nicht mal im Bröckeln der Asphaltrillen habe ich ent-
denkt.
Es hatte mich Nächte gekostet, einen Punkt für das
Fragezeichen zu finden;
aber, oh Gott, ich habe den Punkt gefunden, denn
der Punkt liegt in meinem Herzen, ich trage Worte
in meinem Herzen – lauter als mein und dein Herz-
schlag zusammen;
und nun hat mein Herz Ringe unter den Augen.
Aug 6, 2014
Aug 6, 2014 at 3:51 AM UTC
Ich versuche in Worte zu fassen,
wieso ich ausgerechnet dich
liebe, ich könnte mit deinen Augen
anfangen oder deinem Charakter
oder deinem Lächeln oder deinen
Lippen oder ..., aber es liegt am
Rande des Schwerfallens.
Denn genauso könnte ich versuchen,
zu erklären, wie Wasser schmeckt.
*Doch ich war so lange unter Wasser;
bis ich dich getroffen habe.*
Ja, ich war lange unter Wasser, so
lange, dass ich taub von der Luft
war, vergessen habe, dass Lungen
von jeglicher Bedeutung sind.
Denn du bist mein Rettungsanker.
Jul 31, 2014
Jul 31, 2014 at 5:18 AM UTC
ich danke dir
ich dank dir nicht
ich hoffe,...
doch möchte ich es nicht
ich denke
heißt das ich bin
alles kommt mal ans Licht
Schicht für Schicht
entfaltet die Wahrheit sich
wie ein Kartenhaus bricht alles in sich
und alles endet in einen Haufen nichts
wenn das geschieht
stehen wir vor dem Gericht
allein und ohne nichts
in dir kommen Gedanken
nichts mehr ist zum Lachen
Ernst ist gefragt
und wenn du versagst
liegt es allein in deiner Hand
das wird die Zeit sein
in der du dir sagst...
von nichts kommt nichts
ich bin ich
und du bist der der du bist
alles was ich will
ist ein lächeln im Gesicht
und ein schönes Gedicht
Jun 5, 2013
Jun 5, 2013 at 10:53 AM UTC
Die Tuer ist geoeffnet und leer
Im Zimmer liegt Kopf um Kopf
Und Dunkelheit ueberall
Im Tiefsten, am tiefsten
Der Herzschlag, ich
Schlug, der Schlag
Durch die Tuer
Doch die Tuer ist schon geoeffnet
Und leer
[The Open Heart
The door is opened and empty
in the room lies head upon head
and darkness all around
in the deepest, most deeply
the heartbeat, I
beat, the beat
through the door
of course the door is already opened
and empty]
Feb 10, 2011
Feb 10, 2011 at 10:24 PM UTC
Zu viel Finsternis in einem dunklen Kern.
Es ist nicht so einfach.
Nicht so schwierig, leicht, schwer.
Nicht verschwinden.
Du willst nicht verschwinden.
Du darfst nicht verschwinden.
Ich darf nicht verschwinden.
Niemandsgesicht, Niemandsgesicht
Du hast es oder siehst es nicht.
Eis zu brechen. Eis zu sprechen.
Das Wort ist Eis in deinem Mund.
Es liegt wie Eis in meinem Ohr.
Translation:
Too much darkness in a black core.
It´s not that easy.
Not so hard, light, heavy.
Don´t disappear.
You don´t want to disappear.
You must not disappear.
I must not disappear.
Nobodyface, nobodyface,
You have it or you don´t see it.
Breaking ice. Speaking ice.
The word is ice in your mouth.
It is ice in my ear.
Dec 14, 2024
Dec 14, 2024 at 7:24 PM UTC
Die Nerven liegen blank,
irgendwo draußen auf der Straße, ein Penner auf der Bank
Schau mich traurig um, alle gehen einfach weiter
sind egoistisch und schauen nur auf ihre Karriereleiter...
Irgendwo anders ein Schüler in der Klasse
er unterscheidet sich in mehr als nur Aussehen und Rasse
Oberflächlichkeit im Vordergrund,
viele Narben, im herzen der wunde Punkt
Egal ob Ignoranz, Brutalität oder Worte
das Messer trotzdem das Herz durchbohrte....
Referate, Arbeiten und Praktika stehen an
Angst und Stress gehen mit dir da dran
weißt selbst nicht mehr wo vorne und hinten ist
tust was du kannst, verlierst wer du bist
Wo anders ein Träumer
wohnt bei seiner Großmutter,
sie hat Krebs und reuma
hofft sie lebt noch lange
er gibt ihr zum Abschied immer einen Kuss auf die Wange
eines Tages wird sie gehen
dann wirst du alleine da stehen
doch hab keine Angst vor dem Tag
es gibt da draußen jemand der dich mag
Hinterm Fenster ein alter Mann
fragt sich:"was fang ich nur mit dieser Rente an?"
seine Frau bereits krank,
all seine Hoffnung liegt jetzt bei der Bank
die jedoch dankend ablehnt
und ihm nur den Rücken zudreht
Medikament zu teuer, keine Versicherung gegeben,
er will doch nur gemeinsam mit seiner Frau leben.
Die Möglichkeit zu klauen, um das Leben zu retten
könnte enden im Gefängnis mit Wetten....
Zwischen richtig und falsch entscheiden
lieber daheim sitzen oder reisen ?
Gedanken, Hintergründe und Gefühle verstehen
ist bereit dafür Fehler zu begehen
denn irgendwo zwischen Angst, Stress und Wut
findest du Leute, die Liebe zeigen und das tut gut
Sei stark und du selbst
es ist egal das du nicht jedem gefällst
Dec 26, 2017
Dec 26, 2017 at 5:31 AM UTC
Everything is lying in me
Decays between twilight and being dead
All that can not be true
But it damages my head
With plausibility and anger
I don't let myself loose
Being free is insanity
Here, on this earth,
I lie alone at the moment and forever
Strengthen myself
To come clear
with myself
My consciousness lies
On a pillow nearby in the shadow
Without passion I shiver
and freeze
Past
Past
PAST
blows the wind in my eyes
and I look past
Well, a tear whispers
or do I only ask myself why not?
The most miserable contentment
Everything hangs near and is missed by me
Equally
Obfuscated
[Verwischt--
Alles lügnet in mir
verfällt zwischen Zwielicht und Totsein
Das alles kann nicht wahr sein
Aber schädet mein Kopf
Mit Plausibilität und Ärger
ich lass mich selber nicht los
Freisein ist Wahnsinn
Hier, auf dieser Erde,
Liege ich plötzlich allein und für immer
Bekräftige mich
Um klar zu kommen
Mit mir
Selbst
Liegt mir das Bewusstsein
Am Kissen nebenbei im Schatten
Ohne Wollust zittere ich
Und friere
Vorbei
Vorbei
VORBEI
blässt der Wind in meinen Augen
Und schau' ich vorbei
Na, flüstert eine Träne
Oder frage ich mir nur wieso sonst?
Erbärmlichsten Behagen
Alles hängt nah und fehlt mir
gleicherweise
Verwischt]
Jun 25, 2019
Jun 25, 2019 at 1:35 AM UTC
An manchen Tagen ist die Luft zu schwer zum Atmen,
wie Steine liegt sie in der Lunge und zieht und zerrt mich zu Boden.
Besiegt muss ich warten. Harren bis der Angriff vorbei geht.
Mich nicht rühren, nicht zeigen wie furchtbar es in mir aussieht.
An manchen Tagen wollen die Tränen fließen,
wegspülen, was in mir ist.
Doch die kranke Stille lähmt sie.
Hält sie fest an meinen Lidern,
wo sie ungesehn vergehn.
An manchen Tagen sterben ungesagte Worte.
Bleiben tot an meinen Lippen.
Ungehört muss ich sie schlucken.
Und in meiner selbst vergraben.
Wo ist das Ohr, das sie zu hörn vermag?
An manchen Tag ringt mich Erschöpfung nieder.
Zeit rinnt unerreichbar weit - und bleibt doch eine Ewigkeit.
Wenn Müdigkeit mich bleiern macht, mir Regung nimmt,
dann kommt die Nacht, die gierig mich verschlingt.
Wie ein Zuschauer wander ich unbeteiligt durch mein Leben.
An manchen Tagen verirre ich mich in meinen Gedanken.
Hinter dunklen Ecken lauert Finsternis,
ihre Wirrungen verschlingen mich,
bis ich verloren stehen bleibe.
Und mich ihrer Fremdheit ausliefern muss.
Oct 1, 2021
Oct 1, 2021 at 7:54 AM UTC
Leises Wimmern dringt durch den Nebel, der den Schlaf vom Wach sein trennt.
Das Bewusstsein ist träge und braucht eine Weile,
bis es erkennt,
dieses Stöhnen entrang sich dem eigenen Mund
und tut kund
von dem Schmerz dem unsäglichen,
dem unerträglichen.
Ach warum kann ich nicht
verweilen im Land, das jenseits der Dämmerung liegt,
wo es keine Unbill gibt.
Nur Frieden, Freude, Wohlsein und Wonne
auf einem warmen Stein liegend in der Sonne,
an einem Teich mit plätscherndem Wasserfall
und überall
Blumen mit betörendem Duft.
Der Ruf eines Adlers schallt
hoch in der Luft.
Es quakt ein Frosch,
im Gebüsch raschelt ein Tier.
Warum kann ich nicht einfach bleiben, hier
in meiner Oase, wo man nur Gutes empfindet
und alles Schlechte einfach verschwindet.
Und doch tröstet es mich zu wissen, dass ich ab und an,
zum Ort meiner Träume zurückkehren kann.
Mar 15, 2021
Mar 15, 2021 at 5:21 PM UTC
Kugeln sausen beflügelt durch den dunklen Lauf
und finden ihre Heimat im weichen Fleisch der Lichtgestalt.
Die Liebe sollte seine Beute sein.
Nun liegt ihr entseeltes Herz in einem kühlen Grab
Nov 17, 2020
Nov 17, 2020 at 8:56 AM UTC
Es ist dunkel
Es ist Nacht
In aller Stille
Es ist vollbracht
Hört es fließt
Hört es tropft
Verzerrter Mund
Wurde gestopft
Tanzende Lichter
Tanzende Menschen
Dolche im Schimmer
Nur so glänzen
Hört es fließt
Hört es tropft
Verzerrter Mund
Wurde gestopft
Sanftes Wiegen
Sanftes Singen
Lassen das Wimmern
Nun überklingen
Hört es fließt
Hört es tropft
Verzerrter Mund
Wurde gestopft
Nasse Gräser
Nasse Hände
Mit warmen Blut
Durchtränktes Gelände
Hört es fließt
Hört es tropft
Verzerrter Mund
Wurde gestopft
Reibende Verse
Reibende Körper
Eine Menge
Alles Mörder
Hört es fließt
Hört es tropft
Verzerrter Mund
Wurde gestopft
Roter Mond
Roter Leib
Liegt am Boden
Das tote Weib
Hört es fließt
Hört es tropft
Verzerrter Mund
Wurde gestopft
Es wird Tag
Es wird hell
Schau Sie flüchten
Nun sehr schnell
Nichts mehr fließt
Nichts mehr tropft
Sowie das Herz
Nicht mehr klopft
Feb 16, 2020
Feb 16, 2020 at 11:54 AM UTC
Es ist sonnig
Es regnet, es donnert
Es ist Herbst
Vom Aufwachen bis zum Schlafen.
Die Blätter sind trocken und passiv
Und die toten und inaktiven Blumen
Später liegt Schnee
Die Nachbarn des Gasthauses
Sehen das vorbeiziehende Reh
Den ganzen heiligen Tag
Und den ganzen Abend
Wir spüren, wie sich die Nerven verändern
Zur Begrüßung der neuen Saison
Wo wir noch weit von der Ernte entfernt sind.
Man hört es schon von weitem
Der Wind, der im Heu summt
Vibrationen sind nicht monoton
Denn die Kolibris der Hügel
Machen ihre spektakuläre Präsenz spürbar
Und die Dichter beschreiben mit
Imaginären Gärten alles, was passiert
In dem Land, in dem die Massen
Gefühllos und ignorant bleiben
Und wo korrupte gewählte Beamte prahlen.
Es ist sonnig
Es regnet, es donnert
Es ist Herbst
Vom Aufwachen bis zum Schlafen.
P.S. Übersetzung von „The Ancient Canticles Of Autumn“.
Copyright © November 2024, Hébert Logerie, Alle Rechte vorbehalten
Hébert Logerie ist Autor mehrerer Gedichtbände.
Nov 25, 2024
Nov 25, 2024 at 3:26 PM UTC
Leises Wimmern dringt durch den Nebel, der den Schlaf vom Wach sein trennt.
Das Bewusstsein ist träge und braucht eine Weile,
bis es erkennt,
dieses Stöhnen entrang sich dem eigenen Mund
und tut kund
von dem Schmerz dem unsäglichen
dem unerträglichen.
Ach warum kann ich nicht
verweilen im Land, das jenseits der Dämmerung liegt,
wo es keine Unbill gibt.
Nur Frieden, Freude Wohlsein und Wonne
auf einem warmen Stein liegend in der Sonne,
an einem Teich mit plätscherndem Wasserfall
und überall
Blumen mit betörendem Duft.
Der Ruf eines Adlers schallt
hoch in der Luft.
Es quakt ein Frosch,
im Gebüsch raschelt ein Tier.
Warum kann ich nicht einfach bleiben, hier
in meiner Oase, wo man nur Gutes empfindet
und alles Schlechte einfach verschwindet.
Und doch tröstet es mich zu wissen, dass ich ab und an,
zum Ort meiner Träume zurückkehren kann.
Mar 13, 2021
Mar 13, 2021 at 5:59 PM UTC