"kleinen" poems
Ich schätze
Glaube
Ich bin blind
Denn ich konnte nicht sehen
Einfach nicht sehen
Diesen kleinen Unterschied
Zwischen dir
und mir
Ich dachte
Denke
Wir sind gleich
Aber du kannst es nicht fühlen
In dir drin fühlen
dieses eine Gefühl
Ich tue es
du nie.
Ich sah
Sehe
Und du nicht
So wie ich dich sehen will
Uns sehen will
Darum weiss ich
Ich bin
Blind.
May 27, 2019
May 27, 2019 at 5:25 PM UTC
Ich blicke auf die Dächer der Stadt
In deine strahlenden, funkelnden Augen gleich neben mir
Außer Dir und Mir ist niemand hier
Nur die untergehende Sonne, die aufgeregten kreisenden Vögel, und zwei fremde Menschen
Wir
Ich verliere mich in deinen Blicken
wie auf einer kunterbunten Farbpalette
Du grinst und alles leuchtet plötzlich in strahlenden, bunten Farben auf
wir lachen gemeinsam
und wenden unsere Blicke in den Himmel hinauf
Stundenlang könntest du mir alles erdenkliche erzählen und anvertrauen
mal über das Reisen
mal über das Leben
oder übers Sandburgen bauen
Ich wünschte meine Teetasse bliebe für immer voll
der Himmel zu jeder Zeit im Farbton rot-orange
-so unglaublich toll-
die Vögel immer aufgewühlt über unseren Köpfen, hoch am Himmelszelt
Wir beide in diesem schönen Moment
In unserer eigenen,
kleinen,
wirklichen Welt
Mar 20, 2023
Mar 20, 2023 at 2:57 PM UTC
Als die abgekühlten, verschwendeten Träume des Unterbewusstseins
langsam ihre Farbe verlieren,
werden seine verwaisten Hände übertastig,
greifen blind nach dem Fleisch,
neben dem seinen,
das weltverloren aus der verweiblichten Realität atmet.
Im Niemandsland halbwacher Gedanken,
erscheint jene Schaufensterpuppe,
die ihn an einem ganz gewöhnlichen Wochentag,
mit ihrem leeren Blick fixiert.
Plastische Existenz im gedankenlosen Körper,
zum Schweigen gebracht,
damit sie ihr Selbst nicht verleugnen muss,
wenn ihr der rechte Arm auf links gedreht wird.
Im Vorbeistehn schenkt sie ihm ein unbewohntes
Lächeln.
Oder ist es doch sein eigenes,
das sich im Fenster spiegelt?
An den Venusgürtel der Blauen Stunde gekrallt,
hält er die Augen fest geschlossen
Unsichtbar für das Lichte,
nicht sehen,
nicht gesehen werden,
ein Sich-den-Sinnen-verweigern,
im unbemerkten Raum innerhalb der Zeit
Wie der Blaue Blumendichter,
so weiß auch er,
um die Notwendigkeit der Verschiebung,
wenn die ätherische Illusion berührt,
wenn das Subjekt zum Objekt geworden,
in die Nichtwirklichkeit zurückgeschoben werden muss,
damit das lyrische Heimweh aus der
Überlebensverhinderung befreit wird
Wäre sie immer noch das,
was er am meisten bewundert,
wenn er jetzt,
jetzt,
in diesem blutleeren Augenblick,
sein linkes Oberlid öffnete,
nur einen kleinen Spalt breit
?
Wäre sie nur eine der liebreizenden
Schmetterlingspflanzen,
deren sinnliche Blüten begierig mit seinem Unterleib
tanzen,
und die Töne aus seinen Lenden presst,
bis die Musik verstummt
??
Würde er in seinen Weißhaarzeiten auf einer Bank
sitzen,
unten am See,
eine verschlissene, offene Aktentasche auf dem Schoß,
den Kopf tief vergraben im ranzigen Leder
und mit zittrigen Händen
nach einer fragmentierten Erinnerungsspur suchend,
die längst in die Bedeutungslosigkeit geflohen war
???
Er wagt einen halboffenen Blick,
hinüber zur lichtblauen Sehnsucht,
dem gestern noch so gefräßigen Verlangen,
das sich nun,
in gnadenloser Sattheit,
in seiner Fleisches-Unlust ausbreitet.
Ausgelangweilt kratzen seine gierigen Finger an der fiktiven Verkleidung,
bis ihr schamhaftes Blut in seine eigene Selbsttäuschung tropft
und ihre Brüste aus den blaubepuderten Versprechungen bersten,
die er nicht ihr, sondern sich selbst gab.
Im Schein des Morgensterns
glänzt bereits der melancholische Trauertau,
als sich beider Seufzer ein letztes Mal berühren.
Hastig wickelt er prosaische Bandagen
um ihre offenen Wunden
und schiebt das Gestern in (s)eine neue Zukunft.
Nov 21, 2020
Nov 21, 2020 at 11:15 AM UTC
A cannibal of currency
You’re not yourself anymore.
Became your purse long ago,
Sense of self tied to coins
Of which you’ve never held.
Little man, little man,
where is your home?
The house on this hill
Just an empty shell
Painted like so much canvas.
There for the eyes of your peers
But your peers aren’t your friends
And your friends aren’t around
Tell me please, where did they go?
Little man, little man,
Do you hear the sound?
No one is calling your name
Where did they go
And where are they now
And why aren’t your friends in their homes?
Little man, little man
Do you hear the sound?
They’re making it plain as day.
You ate their income
Ate them of their house and their home.
A cannibal for currency-
Consumed all your friends,
Fat little pig on the hill.
Little man, little man
(You) can no longer ignore the sounds
Of ten thousand mouths
All hungry for you.
You ate their money
But you couldn’t stomach
The pure human spirit inside.
Now they have crawled back,
Out from the ghettos,
Starving and hungry for you.
Forced to eat each other,
You’ve all but raised cannibals,
But this time of flesh and of blood.
Little pig, little pig,
Can you hear the sound,
Or have you become deaf
To your own cries as well?
No one will miss you
You don’t have a home
Your friends became food
A long time ago.
(Die Geld von die Leute Sie Essen gekauft
Sie isst ihr Geld,
Mehr jeden Tag,
Kein Geld fur Essen
Sie isst Sich,
Jagd nach dem Hunger,
Fett kleiner Mann,
Jetzt der Jaeger ist Essen fur jeden Mund
Kleinen Schwein, Kleinen Schwein
Konnen Sie den ton horen?)*
Greasy lip smacks
Sound like ten thousand claps,
The only applause that you’ll ever hear.
May 12, 2016
May 12, 2016 at 1:27 AM UTC
Du zwingst mit deinem Lächeln
jeden Tag aufs Neue die Sonne in die Knie
und wurde die Sonne erst einmal besiegt
steigt unser Mond am Himmelszelt auf
Egal ob dunkel oder hell
Egal ob strahlend oder vom Nebel eingedeckt
Die sämtlichen Farben in deiner Iris
habe ich direkt für mich entdeckt
Du lässt deine Umgebung durch deinen Geruch friedlicher wirken
Ich weiß es gibt bessere Gründe um zu schwärmen
aber dein Geruch nach träumen, phantasieren und schweben
lässt mich von Kopf bis Fuß
erwärmen und innerlich erbeben
Du streust mit jedem deiner Worte bunte, getrocknete Blüten über unseren Kaffee
getragen vom schönsten und leckersten Milchschaum
den mein Mund jemals geschmeckt hat
so elegant, charmant und voller Dank
sitzen wir in deiner Küche in der Sonne
abwechselnd
Auf deiner kleinen, sonnigen Fensterbank
Oct 8, 2024
Oct 8, 2024 at 2:48 PM UTC
Arbeit spielen
Arbeit Arbeit Spiel
Arbeit Arbeit Arbeit Spiel
Arbeit Arbeit Arbeit Arbeit Arbeit Arbeit Spiel
Arbeit Arbeit Arbeit Arbeit Arbeit Arbeit Arbeit
Arbeit Arbeit Arbeit Arbeit Arbeit Arbeit Arbeit
Arbeit hart genug
und
vielleicht eines Tages genug Geld sparen
und
dann können Sie sich einen kleinen Urlaub leisten und
dann zurück zur Arbeit Arbeit Arbeit
Oct 28, 2020
Oct 28, 2020 at 2:33 AM UTC