"seite" poems
Nun kenne ich dich,
die andere Seite von dir.
Doch ich steh noch dort drüben,
Weit weg, weit weg von dir,
Und mir.
Du drehst dich fort,
Um, ohne zurück zu sehen.
denn du wirst nichts, gar nichts vermissen,
Verfehlen, ich fehle dir nicht,
Weiter gehen. Nach vorne,
immerzu, weiter gehen.
Nur du und Ich,
Daraus wird wohl nie was,
das muss ich jetzt glauben, denken
denken, denken nur nicht fühlen
Nur was?
Was soll ich fühlen?
Leere, Stille oder nur dich
So wie es jetzt ist, ist es dasselbe,
Das Gleiche, oder auch nicht.
Wer weiss das schon.
Jeder, jeder, nur nicht ich.
So wie es scheint.
May 30, 2019
May 30, 2019 at 1:26 PM UTC
Die Welt
Die Welt fällt um uns herum
Und Splitter
Splitter reißt durch die Luft
Und wir stehen
Denn es gibt kein Versteck
Aber die Liebe
Die Liebe wird uns dort beschützen
Und wir küssen uns
Als ob nichts passiert wäre
Und die Bomben
Fallen Sie weit zur Seite
Und die Kugeln
Scheint nicht so erschreckend
Und nichts so Auffälliges
Wie die Verlangsamung der Zeit
Und die Nacht
Die Nacht bricht um uns herum ein
Wegbrechen
Bis zum Morgengrauen kommt Licht
Wie der Rauch
Der Rauch setzt sich um uns herum ab
Wir stehen immer noch
Zur Niederlage beider Seiten
Dann sind wir helden
Nur diesen Tag
Und wir sind dann Helden
Nur für diesen Tag
Mar 7, 2020
Mar 7, 2020 at 7:50 PM UTC
Ey, ich kenn' einen Ort, dort gibt es zwei Schaukeln
und wenn du willst hängen wir Seite an Seite
und wir können so tun, als gäbs nur uns beide
also triff mich um sieben, wenn du dich traust
oder an die Zeit zurückerinnert werden willst,
als dein schlagartiger Rausch
ich war.
Sep 26, 2018
Sep 26, 2018 at 4:03 PM UTC
Die Straßen ziehen vorbei
Licht an Licht wie fallende Sternschnuppen vorm Fenster.
Bei Tageslicht, Abenddämmerung, Sonnenaufgang
ein neuer Tag.
Bäume, Häuser, Felder,
Wälder
Die Materie meines Landes wiegt mich in die Schläfrigkeit,
geborgen
Das Buch in meiner Hand fällt in meinen Schoß
Immer noch dieselbe Seite,
bin immer noch nicht weiter.
Der Inhalt unverändert unbegreiflich
Mein Atem geht zum Rhythmus der Schienen unter uns.
Wir fliegen zusammen und doch bleibe ich allein.
Augen zu, Augen auf
du hast geblinzelt.
Ankunft, Abfahrt
du hast geblinzelt.
Auf ins Neue, ins Unbekannte
oder doch zurück zu alten Gegenden?
Durch die Entfernung wieder neu erlebt.
Kommst du jetzt wieder zurück?
Hast du genug bekommen,
Antworten gefunden auf die Fragen die du nicht fandest?
Die du nicht zu stellen wagtest?
Die dich trotzdem quälten?
Du warst zu lange fort,
deine Heimat ist noch hier,
aber Hier ist nicht mehr dein Hier,
längst ein anderer Ort.
Du wolltest alles hinter dir lassen,
gingest
trotz der Angst dann zu viel zu verpassen,
Hauptsache weg, weg von hier
dachtest du hättest nicht viel zu verlieren.
Allem entfliehen, Pause, Neuanfang
Ohne genau zu wissen was dieses Alles überhaupt war.
Hast du es nicht ausgehalten letztendlich
so ohne sie, die Anderen?
Im Nichts, im Nirgendwo auf eigenen Wegen zu wandern?
Einsam im Herzen hast du dich wieder verrannt
Im Herzen stumpf, die Seele verbrannt.
Nun kommst du wieder,
zurück,
um zu sehen was noch übrig ist
Zurück zum Alten, Vertrauten, Selben
Wir sind aber nicht mehr die Selben
Du ja auch nicht.
Alles wieder etwas anders, verschoben
Wieder ein bisschen auseinander gelebt,
voneinander entfernt,
weitergemacht, natürlich, nur halt ohne dich.
Schade eigentlich.
Doch nun schließ die Augen, schlaf
Gestern war auch ein neuer Tag,
verronnen,
Morgen wird noch kommen.
Wer nie ankommt der reist für immer,
umher.
Naja, wenigstens auf Schienen,
und noch nicht entgleist.
Sep 21, 2023
Sep 21, 2023 at 9:07 AM UTC
Durchstreifen im blauen Schmerz
Schwimmen im Blau des Ozeans
Vorübergehend rhetorisch denken
Ich vergesse gerne ganz gut.
Gegen den Willen sprechen
Auf dem unbekannten Weg gehen
Laufen gegen Müdigkeit
Auf die falsche Weise schweben.
Scheint, alle Hoffnungen sind
auf der anderen Seite des Flusses.
Apr 22, 2021
Apr 22, 2021 at 7:34 PM UTC