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"alten" poems
Sie fragten, weshalb ich schreibe. Ich habe lange mit meinen Gedanken herumgespielt, aber meine Mutter hat mich all die Jahre liebevoll gelehrt, dass man nicht mit sinnlosen Gedanken spielen darf. Ich habe nachgedacht, bin durch Straßen gerannt, bin auf Füßen von anderen herumgetrampelt, und weitergerannt, umgedreht, und ehrlich entschuldigt. Habe an meinem Stift gekauft – vermummt von Wor- ten und habe Bruchteile von Radiergummifussel ver- streut. Habe überall gesucht, in den Strömen des Re- gens, in den alten Adern der Blätter am Straßenrand, nicht mal im Bröckeln der Asphaltrillen habe ich ent- denkt.   Es hatte mich Nächte gekostet, einen Punkt für das Fragezeichen zu finden; aber, oh Gott, ich habe den Punkt gefunden, denn der Punkt liegt in meinem Herzen, ich trage Worte in meinem Herzen – lauter als mein und dein Herz- schlag zusammen; und nun hat mein Herz Ringe unter den Augen.
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Aug 6, 2014
Aug 6, 2014 at 3:51 AM UTC
Bruchteile
a daughter named seble seven years old being in a coma she couldn't hear her daddy's words she couldn't see him fog in front of her eyes covering differences of sleep and wakefulness oneday seble's father who was desparate put headphones on seble's ears lyrics from two tall germans they are called the "wildecker herzbuben" "herz" means heart and a "bube" is a boy seble closed eyes slowly breathing seble's father is called brhane rapidly breathing brhane was pressing play and after seconds among lurid lights seble harvest moved her head seble closed eyes smiled as the wildecker herzbuben sang: "Ein letztes Glas'l mit alten Freunden die geh'n allein nach Haus. In den Straßen in den Gassen geh'n langsam die Lichter aus." a last drink with my buddies who go home alone in the streets in the alleys the lights are vanishing seble moved her head no windows but her daddy was there sebles mother is not alive anymore brhane prayed holding his daughter's hand seble opened one eye looking at brhane seble came back to reality when brhan had finished his talk to god the end of seble's and brhane's story is wordless
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Nov 15, 2019
Nov 15, 2019 at 5:29 PM UTC
Folk Music
Gemeinsam stehen wir hier, hätte nie gedacht das du hier bleibst bei mir Freunde die einen nie verlassen, können sich nicht lange hassen egal wie verschieden wir auch sind, wir kennen uns gut wer was anderes sagt spinnt Hatten Höhen und Tiefen, waren nie gefangen wenn wir liefen, waren gemeinsam frei, waren eins und dennoch zwei Freunde zu sagen ist zu wenig, denn das hier ist Familie und hält ewig haben Fehler begangen und geweint, sie aber gerade gebogen bis die Sonne scheint sich gegenseitig unterstützt, denn wir wusste das alles andere nichts nützt Jahre sind bereits vergangen doch wir hatten nie Grund zum bangen denn wahre Freunde bleiben und gehen nicht, das ist etwas wo selbst die Gesellschaft nicht gegenspricht Hätte damals nie erwartet das du mal ein Teil von mir wirst, werde bei dir sein bist du alt bist und stirbst Tratschen wie die Alten omis über die alte Zeit, doch leben nicht in der Vergangenheit gemeinsam waren wir als Freunde eins, was mir war war dir und was dir war meins kannten uns teilweise besser als uns selbst, das ist der Grund warum es ewig hält ✌
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Dec 8, 2017
Dec 8, 2017 at 4:29 PM UTC
Friendship
Es ist sonnig Es regnet, es donnert Es ist Herbst Vom Aufwachen bis zum Schlafen. Die Blätter sind trocken und passiv Und die toten und inaktiven Blumen Später liegt Schnee Die Nachbarn des Gasthauses Sehen das vorbeiziehende Reh Den ganzen heiligen Tag Und den ganzen Abend Wir spüren, wie sich die Nerven verändern Zur Begrüßung der neuen Saison Wo wir noch weit von der Ernte entfernt sind. Man hört es schon von weitem Der Wind, der im Heu summt Vibrationen sind nicht monoton Denn die Kolibris der Hügel Machen ihre spektakuläre Präsenz spürbar Und die Dichter beschreiben mit Imaginären Gärten alles, was passiert In dem Land, in dem die Massen Gefühllos und ignorant bleiben Und wo korrupte gewählte Beamte prahlen. Es ist sonnig Es regnet, es donnert Es ist Herbst Vom Aufwachen bis zum Schlafen. P.S. Übersetzung von „The Ancient Canticles Of Autumn“. Copyright © November 2024, Hébert Logerie, Alle Rechte vorbehalten Hébert Logerie ist Autor mehrerer Gedichtbände.
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Nov 25, 2024
Nov 25, 2024 at 3:26 PM UTC
Die Alten Lieder Des Herbstes
Die Straßen ziehen vorbei Licht an Licht wie fallende Sternschnuppen vorm Fenster. Bei Tageslicht, Abenddämmerung, Sonnenaufgang ein neuer Tag. Bäume, Häuser, Felder, Wälder Die Materie meines Landes wiegt mich in die Schläfrigkeit, geborgen Das Buch in meiner Hand fällt in meinen Schoß Immer noch dieselbe Seite, bin immer noch nicht weiter. Der Inhalt unverändert unbegreiflich Mein Atem geht zum Rhythmus der Schienen unter uns. Wir fliegen zusammen und doch bleibe ich allein. Augen zu, Augen auf du hast geblinzelt. Ankunft, Abfahrt du hast geblinzelt. Auf ins Neue, ins Unbekannte oder doch zurück zu alten Gegenden? Durch die Entfernung wieder neu erlebt. Kommst du jetzt wieder zurück? Hast du genug bekommen, Antworten gefunden auf die Fragen die du nicht fandest? Die du nicht zu stellen wagtest? Die dich trotzdem quälten? Du warst zu lange fort, deine Heimat ist noch hier, aber Hier ist nicht mehr dein Hier, längst ein anderer Ort. Du wolltest alles hinter dir lassen, gingest trotz der Angst dann zu viel zu verpassen, Hauptsache weg, weg von hier dachtest du hättest nicht viel zu verlieren. Allem entfliehen, Pause, Neuanfang Ohne genau zu wissen was dieses Alles überhaupt war. Hast du es nicht ausgehalten letztendlich so ohne sie, die Anderen? Im Nichts, im Nirgendwo auf eigenen Wegen zu wandern? Einsam im Herzen hast du dich wieder verrannt Im Herzen stumpf, die Seele verbrannt. Nun kommst du wieder, zurück, um zu sehen was  noch übrig ist Zurück zum Alten, Vertrauten, Selben Wir sind aber nicht mehr die Selben Du ja auch nicht. Alles wieder etwas anders, verschoben Wieder ein bisschen auseinander gelebt, voneinander entfernt, weitergemacht, natürlich, nur halt ohne dich. Schade eigentlich. Doch nun schließ die Augen, schlaf Gestern war auch ein neuer Tag, verronnen, Morgen wird noch kommen. Wer nie ankommt der reist für immer, umher. Naja, wenigstens auf Schienen, und noch nicht entgleist.
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Sep 21, 2023
Sep 21, 2023 at 9:07 AM UTC
Reisen mit der Bahn
Die Straßen ziehen vorbei Licht an Licht wie fallende Sternschnuppen vorm Fenster. Bei Tageslicht, Abenddämmerung, Sonnenaufgang ein neuer Tag. Bäume, Häuser, Felder, Wälder Die Materie meines Landes wiegt mich in die Schläfrigkeit, geborgen Das Buch in meiner Hand fällt in meinen Schoß Immer noch dieselbe Seite, bin immer noch nicht weiter. Der Inhalt unverändert unbegreiflich Mein Atem geht zum Rhythmus der Schienen unter uns. Wir fliegen zusammen und doch bleibe ich allein. Augen zu, Augen auf du hast geblinzelt. Ankunft, Abfahrt du hast geblinzelt. Auf ins Neue, ins Unbekannte oder doch zurück zu alten Gegenden? Durch die Entfernung wieder neu erlebt. Kommst du jetzt wieder zurück? Hast du genug bekommen, Antworten gefunden auf die Fragen die du nicht fandest? Die du nicht zu stellen wagtest? Die dich trotzdem quälten? Du warst zu lange fort, deine Heimat ist noch hier, aber Hier ist nicht mehr dein Hier, längst ein anderer Ort. Du wolltest alles hinter dir lassen, gingest trotz der Angst dann zu viel zu verpassen, Hauptsache weg, weg von hier dachtest du hättest nicht viel zu verlieren. Allem entfliehen, Pause, Neuanfang Ohne genau zu wissen was dieses Alles überhaupt war. Hast du es nicht ausgehalten letztendlich so ohne sie, die Anderen? Im Nichts, im Nirgendwo auf eigenen Wegen zu wandern? Einsam im Herzen hast du dich wieder verrannt Im Herzen stumpf, die Seele verbrannt. Nun kommst du wieder, zurück, um zu sehen was  noch übrig ist Zurück zum Alten, Vertrauten, Selben Wir sind aber nicht mehr die Selben Du ja auch nicht. Alles wieder etwas anders, verschoben Wieder ein bisschen auseinander gelebt, voneinander entfernt, weitergemacht, natürlich, nur halt ohne dich. Schade eigentlich. Doch nun schließ die Augen, schlaf Gestern war auch ein neuer Tag, verronnen, Morgen wird noch kommen. Wer nie ankommt der reist für immer, umher. Naja, wenigstens auf Schienen, und noch nicht entgleist.
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