"wege" poems
Ich denke dein,
wenn mir der Sonne schimmer
Vom Meere strahlt;
Ich denke dein,
wenn sich des Mondes Flimmer
In Quellen malt.
Ich sehe dich,
wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt,
In tiefer Nacht,
wenn auf dem schmalen Stege
Der Wandrer bebt.
Ich höre dich,
wenn dort mit dumpfem Rauschen
Die Welle steigt.
Im stillen Haine geh' ich oft zu lauschen,
Wenn alles schweigt.
Ich bin bei dir,
du seist auch noch so ferne,
Du bist mir nah!
Die Sonne sinkt,
bald leuchten mir die Sterne.
O wärst du da!
― Johann Wolfgang von Goethe
*English Translation:
I Think of You
I think of you,
when I see the sun’s shimmer
Gleaming from the sea.
I think of you,
when the moon’s glimmer
Is reflected in the springs.
I see you,
when on the distant road
The dust rises,
In deep night,
when on the narrow bridge
The traveler trembles.
I hear you,
when with a dull roar
The wave surges.
In the quiet grove I often go to listen
When all is silent.
I am with you,
however far away you may be,
You are next to me!
The sun is setting,
soon the stars will shine upon me.
― Johann Wolfgang von Goethe
Sep 4, 2018
Sep 4, 2018 at 4:24 PM UTC
das helle Licht,
der nahe Sommer
die zarte Fröhlichkeit
blühender ******
das schmeichelnde Lächeln
meiner Wut
die monotone Stille,
der Sehnsucht Glut
zu dir
ich liege
ich stocke
ich stolpere
du sehnst
du redest
du willst
zu mir
das helle Sein,
meiner vollen Seele
deine nahe Stimme
deine Gedanken und Pläne
durch das verstaubte Fenster
hellgrüne, verwirrte Blätter ranken
Licht fällt gebrochen auf meine Hand
du bist so fern, ich sehe dich nicht
wie Gedanken versanken
auf Blättern auf Wiesen
in Wörtern und Träumen
was für ein schlimmes Gedicht
Jul 28, 2010
Jul 28, 2010 at 1:21 PM UTC
Schnee bedeckt die Baumspitzen
Wir halten uns warm
mit unseren Blicken, Küssen
und den schlechten Witzen
Schnee bedeckt die Felder
Wir stehen wie angewurzelt
umringt von eisiger Kälte,
den Raben und der Stille der Wälder
Schnee bedeckt die Wege
Wir geben uns Halt, Arm in Arm
hören uns zu, jedes Wort, jeder Satz
jede noch so lange Rede
hält uns warm
Schnee bedeckt fast jeden Ort
In uns schmilzt jegliches Eis
jede erdenkliche Schneefläche
ganz plötzlich, direkt, sofort
In uns herrscht kein kalter und bedrückender Winter
In uns herrscht warmer und unbeschwerter Sommer
Dec 11, 2023
Dec 11, 2023 at 5:10 AM UTC
Ich bin die, die du auf der Straße triffst, begeistert grüßt und nicht vergisst, was wir gestern schrieben.
Lachend liegen wir uns in den Armen. Es gibt so viel zu erzählen, Worte überschlagen sich. Du sagst: „Wo ist nur die Zeit geblieben? Ich muss los, ich seh dich morgen.“ Drehst dich nochmal um und winkst mir zu.
Es ist schon spät, du seufzt leise. „Mach dir bitte keine Sorgen, wenn ich mich nicht melde. Ist grad viel los. Zu viel Stress, zu wenig Zeit. Du kennst das ja, bist live dabei. Nur kann ich grad nicht mehr.“
Und ich bin die, die du auf der Straße triffst, besorgt begrüßt und nicht vergisst, zu fragen, wie diese Sache eigentlich ausging.
Deine Worte sind Balsam für meine vernarbte Seele.
Es tut gut, wieder mit dir zu reden. Wir schmunzeln über alte Zeiten, vergangene Tage und gehn‘ weiter unsere Wege.
Es dauert lange, bis die nächste Nachricht kommt.
Es dauert länger, bis die Antwort folgt.
Doch ich bin die, die du auf der Straße triffst, zögernd noch grüßt und schon vergisst, was ich dir erzähle, während die Worte noch zwischen uns hängen.
Unsre Leben ziehen aneinander vorbei, wir sind nicht mehr im Takt. Die Sätze kommen abgehackt und mühsam.
Du bist gehetzt, denn das Leben wartet nicht. Prioritäten sind gesetzt – und ich bin nicht dabei.
Trotzdem ein: „Lass mal wieder bald was machen und so reden wie früher.“ Wir vereinbaren ein Treffen, von dem wir beide wissen, dass es nie stattfinden wird.
Du siehst mir nicht in die Augen und ich kenne die Wahrheit, nicke traurig zu einer Lüge, die nur noch du aufrechterhältst.
Denn ich bin die, die du auf der Straße triffst, schon nicht mehr grüßt und eigentlich schon lange vergessen hast.
May 7, 2023
May 7, 2023 at 6:41 PM UTC
Ach, Sarah über das Zeichen beim Dasein
Wie der gesammelten Wege eines Weges
Des goldenen Feldweges rein charme
Der warm tragenden Wände unter die Schatten
Die heißersehnte Erfassung
Wird die Freiheit des ewigen Raumes geben
Auf die Hand zur Leinwand des Antlitzes der Natur
Die Quellen der Submarine, der versteckte reine erste Mensch
Den Thron zu führen, das Flüstern nicht aufgezählt der Weisheit der Wehen
Der lebendige Anfang der schaffenden Zeit.
Nov 5, 2018
Nov 5, 2018 at 12:09 AM UTC