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"geschlossen" poems
Okay, wenn ich mich recht erinnere, hast du gesagt: "Wenn ich nach drei Monaten immer noch keine Gefühle für sie hab', wird sie wohl nicht die Richtige sein." Wenn ich mich recht erinnere, hattest du es verneint: "Es gibt tausend Unterschiede, die uns teiln'." Hast du dich blind gestellt oder konntest du nicht aufpassen? Sie hat dich längst in ihr Herz geschlossen... 1.) ... und die Tür zugeknallt Wie ihr lachend auf dem Rasen spielt dein Lächeln ist eine Kurve, die alles wieder gerade biegt 2.) ... und den Riegel vorgeschoben Wie ihr euch wissend gegenübersitzt und wir zwei plötzlich wieder Fremde sind 3.) ... und den Schlüssel dreimal umgedreht (ich bin cool damit) Okay, du hältst mich weder für clever, noch bin ich aus zuckersüßem Kaugummi, aber wenn Anfassen so simpel sein soll und Berühren eine Kunst; um was wollen wir dann wetten, dass sie schwach wird, wenn du deine Hände benutzt? Also bleiben deine in den ihren, so lange du sie dort lässt 4.) ...und Martin: Der Deckel muss nichtmal genau passen, wenn er all die Hitze hält
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Sep 7, 2018
Sep 7, 2018 at 9:17 AM UTC
"Passt sie zu mir?"
imagine you are sick cold alone sitting in a coolish train lonesome thinking of your soulmate somewhere train departs scenery flahing by thoughts flashing by too numb to cry ice-cold nausea smile on the lips eyes closed searching for rest music on your song playing promising solace pulls and drags on my inside intense consuming i'm holding on tight too numb to cry searching for rest smile on the lips don't want a song but a warm embrace too far away too far away and distant scenery passing by thoughts passing by inside passing by too fast too agitated not tangible elusive too numb to cry ice-cold nausea smile on the lips far away (original: ) stell dir vor du bist krank kalt alleine sitzt in einem unterkühlten zug einsam denkst an dein seelengeschwisterkind irgendwo zug fährt los vorbeisausende landschaften vorbeisausende gedanken zu taub zum weinen eiskalte übelkeit lächeln auf den lippen augen geschlossen ruhe suchend musik an lied von dir trost verheißend zieht und zerrt in mir heftig verzehrend klammere mich fest zu taub zum weinen ruhe suchend lächeln auf den lippen will kein lied sondern eine warme umarmung zu weit weg zu weit weg und fern vorbeisausende landschaften vorbeisausende gedanken vorbeisausendes inneres zu schnell zu bewegt nicht greifbar flüchtig zu taub zum weinen eiskalte übelkeit lächeln auf den lippen weit weg
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Jan 24, 2018
Jan 24, 2018 at 8:01 AM UTC
Trance
Als die abgekühlten, verschwendeten Träume des Unterbewusstseins langsam ihre Farbe verlieren, werden seine verwaisten Hände übertastig, greifen blind nach dem Fleisch, neben dem seinen, das weltverloren aus der verweiblichten Realität atmet. Im Niemandsland halbwacher Gedanken, erscheint jene Schaufensterpuppe, die ihn an einem ganz gewöhnlichen Wochentag, mit ihrem leeren Blick fixiert. Plastische Existenz im gedankenlosen Körper, zum Schweigen gebracht, damit sie ihr Selbst nicht verleugnen muss, wenn ihr der rechte Arm auf links gedreht wird. Im Vorbeistehn schenkt sie ihm ein unbewohntes Lächeln. Oder ist es doch sein eigenes, das sich im Fenster spiegelt? An den Venusgürtel der Blauen Stunde gekrallt, hält er die Augen fest geschlossen Unsichtbar für das Lichte, nicht sehen, nicht gesehen werden, ein Sich-den-Sinnen-verweigern, im unbemerkten Raum innerhalb der Zeit Wie der Blaue Blumendichter, so weiß auch er, um die Notwendigkeit der Verschiebung, wenn die ätherische Illusion berührt, wenn das Subjekt zum Objekt geworden, in die Nichtwirklichkeit zurückgeschoben werden muss, damit das lyrische Heimweh aus der Überlebensverhinderung befreit wird Wäre sie immer noch das, was er am meisten bewundert, wenn er jetzt, jetzt, in diesem blutleeren Augenblick, sein linkes Oberlid öffnete, nur einen kleinen Spalt breit ? Wäre sie nur eine der liebreizenden Schmetterlingspflanzen, deren sinnliche Blüten begierig mit seinem Unterleib tanzen, und die Töne aus seinen Lenden presst, bis die Musik verstummt ?? Würde er in seinen Weißhaarzeiten auf einer Bank sitzen, unten am See, eine verschlissene, offene Aktentasche auf dem Schoß, den Kopf tief vergraben im ranzigen Leder und mit zittrigen Händen nach einer fragmentierten Erinnerungsspur suchend, die längst in die Bedeutungslosigkeit geflohen war ??? Er wagt einen halboffenen Blick, hinüber zur lichtblauen Sehnsucht, dem gestern noch so gefräßigen Verlangen, das sich nun, in gnadenloser Sattheit, in seiner Fleisches-Unlust ausbreitet. Ausgelangweilt kratzen seine gierigen Finger an der fiktiven Verkleidung, bis ihr schamhaftes Blut in seine eigene Selbsttäuschung tropft und ihre Brüste aus den blaubepuderten Versprechungen bersten, die er nicht ihr, sondern sich selbst gab. Im Schein des Morgensterns glänzt bereits der melancholische Trauertau, als sich beider Seufzer ein letztes Mal berühren. Hastig wickelt er prosaische Bandagen um ihre offenen Wunden und schiebt das Gestern in (s)eine neue Zukunft.
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Nov 21, 2020
Nov 21, 2020 at 11:15 AM UTC
Die Blaue Blume oder Im Jenseits von heute tanzt die Zukunft aus dem Gestern
Als die abgekühlten, verschwendeten Träume des Unterbewusstseins langsam ihre Farbe verlieren, werden seine verwaisten Hände übertastig, greifen blind nach dem Fleisch, neben dem seinen, das weltverloren aus der verweiblichten Realität atmet. Im Niemandsland halbwacher Gedanken, erscheint jene Schaufensterpuppe, die ihn an einem ganz gewöhnlichen Wochentag, mit ihrem leeren Blick fixiert. Plastische Existenz im gedankenlosen Körper, zum Schweigen gebracht, damit sie ihr Selbst nicht verleugnen muss, wenn ihr der rechte Arm auf links gedreht wird. Im Vorbeistehn schenkt sie ihm ein unbewohntes Lächeln. Oder ist es doch sein eigenes, das sich im Fenster spiegelt? An den Venusgürtel der Blauen Stunde gekrallt, hält er die Augen fest geschlossen Unsichtbar für das Lichte, nicht sehen, nicht gesehen werden, ein Sich-den-Sinnen-verweigern, im unbemerkten Raum innerhalb der Zeit Wie der Blaue Blumendichter, so weiß auch er, um die Notwendigkeit der Verschiebung, wenn die ätherische Illusion berührt, wenn das Subjekt zum Objekt geworden, in die Nichtwirklichkeit zurückgeschoben werden muss, damit das lyrische Heimweh aus der Überlebensverhinderung befreit wird Wäre sie immer noch das, was er am meisten bewundert, wenn er jetzt, jetzt, in diesem blutleeren Augenblick, sein linkes Oberlid öffnete, nur einen kleinen Spalt breit ? Wäre sie nur eine der liebreizenden Schmetterlingspflanzen, deren sinnliche Blüten begierig mit seinem Unterleib tanzen, und die Töne aus seinen Lenden presst, bis die Musik verstummt ?? Würde er in seinen Weißhaarzeiten auf einer Bank sitzen, unten am See, eine verschlissene, offene Aktentasche auf dem Schoß, den Kopf tief vergraben im ranzigen Leder und mit zittrigen Händen nach einer fragmentierten Erinnerungsspur suchend, die längst in die Bedeutungslosigkeit geflohen war ??? Er wagt einen halboffenen Blick, hinüber zur lichtblauen Sehnsucht, dem gestern noch so gefräßigen Verlangen, das sich nun, in gnadenloser Sattheit, in seiner Fleisches-Unlust ausbreitet. Ausgelangweilt kratzen seine gierigen Finger an der fiktiven Verkleidung, bis ihr schamhaftes Blut in seine eigene Selbsttäuschung tropft und ihre Brüste aus den blaubepuderten Versprechungen bersten, die er nicht ihr, sondern sich selbst gab. Im Schein des Morgensterns glänzt bereits der melancholische Trauertau, als sich beider Seufzer ein letztes Mal berühren. Hastig wickelt er prosaische Bandagen um ihre offenen Wunden und schiebt das Gestern in (s)eine neue Zukunft.
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