"sucht" poems
'warum?', fragt man sich,
'darum' gibt es nich'.
Die Lösung, die man sucht,
Das Problem, das es verbucht,
Die Hoffnung, die man nie verflucht.
Jul 27, 2010
Jul 27, 2010 at 9:55 AM UTC
Ich suche das Licht im offenen Feld
Doch sehe nur den Schatten
Von Bäumen hinter meinen Rücken
Meine Füsse getauft in Erdscholle
Die Fragen in mir optisch dargestellt
Nicht, dass ich den Weg verloren habe
Oder ich meinen Geist schwer
Auf mein Leben drücke
Nein, es ist die Sucht
Nach Weisheit was treibt;
Klarheit in Worten
Die Wahrheit hinter Reden
Oder das Leben nach dem Tod
Kurz gesagt, was findet man
Wenn man sieht durch das Fenster
Einer verborgenen Pforte
Nov 26, 2014
Nov 26, 2014 at 4:47 PM UTC
Die Sterne blinken und blitzen
Je dunkler die Nacht desto heller
Sie versprühen Funken des Glücks
Jeder Funke sucht sich einen Weg
Seinen Weg zu dir und zu mir
Sie setzen sich auf unsere Nasenspitzen
Wenn wir am träumen sind
Und wenn wir tief einatmen
Nehmen wir ein Stückchen Glück
Mit in den Schlaf
Apr 24, 2013
Apr 24, 2013 at 3:19 PM UTC
Ich will trinken,
doch hab' ich kein'n Durst.
Ich will essen,
doch hab' ich kein'n Hunger.
Ich will atmen,
doch ich will nicht ausatmen.
Ich will sehen,
doch ich will nicht gucken.
Ich will verstehen,
doch ich will nicht denken.
Ich will lernen,
doch hab' ich keine Neugier.
Ich will mich finden,
doch weiss ich nur draußen zu suchen.
Also ist es
dass Eine, wer drin sucht,
findet Antworten;
findet sich selbst.
Oct 18, 2014
Oct 18, 2014 at 1:01 AM UTC
Früher dachte ich immer der schmerzhafteste Teil des Todes wären all die Fragen,
die für das restliche Leben unbeantwortet sind.
Aber dann wusste ich, es waren nicht die Fragen,
es war die kalte Leere, die in einem übrig bleibt.
Das Herz, das sich zusammen mit ihr bewegt,
in der Seele Dunkelheit, Finsternis, Dunkelheit,
als ob wir in unserem Herzen durch unsere Tränen ertrinken würden.
Ertrinken in dem Meer der Ungewissheit,
denn niemand versteht den Tod,
aber vielleicht gibt es auch nichts zum Verstehen.
Ein ständig bewegender Schmerz,
der schwächer wird, aber nie aufhört
und der dich irgendwann auch zur Vergangenheit macht, du wirst, was weg ist.
Ist es Freiheit oder Einsamkeit?
Es bleibt den meisten unbemerkbar und das tötet uns langsam.
Da sind Friedhöfe - Gräber voller Knochen, die keinen Ton machen, vereinsamt.
Verstorbene, die eine Identität auf unserer Bühne spielten
und sich Sorgen über ihre Leistung machten,
doch der Tod trat trotzdem auf, auch ohne Applaus.
Aber wie fühlt sich der Tod an?
Ich stelle mir Frieden vor, aber nicht der, der Abenteuer will.
Ich stelle mir Stille vor, aber nicht die, die sich Geräusche sucht.
Ich stelle mir Nichts vor, aber nicht das Nichts, dass sich nach Alles sehnt.
Ich stelle mir vor, und dann wieder auch nicht.
Mar 29, 2021
Mar 29, 2021 at 4:34 PM UTC
Mit ihren knochigen, altersbefleckten Fingern
wühlt sie umständlich
in ihrer zerschlissenen Handtasche
und sucht
nach dem gestrigen Tag
Nov 17, 2020
Nov 17, 2020 at 11:20 AM UTC