"bleibt" poems
Stress
Jeden Tag
Stress
Ich kann nicht mehr
Es ist 5 Uhr morgens
Mein Wecker klingelt
Ich will aber noch weiterschlafen
Mindesten noch 5 Minuten
Das geht aber nicht
Sonst verpass ich noch den Bus
Ich komm an
Wieder Schule
Ich kann nicht mehr
Es reicht
Ich hab kein Bock
Ich muss aber durchziehen
Nur noch 2 Jahre
Dann bin ich endlich fertig
Dann zieh ich endlich weg
Aber dann geh ich in die Uni
Ich weiß nicht mal was ich studieren will
Noch mehr Stress
Und danach?
Arbeiten
Arbeiten bis ich sterbe
Wieder Stress
Vielleicht sogar noch mehr
Man kann dem stress nicht entgehen
Oder?
Kann ich dagegen was machen?
Kann ich den Stress ausweichen?
Nein
Das geht nicht
Denn Stress bleibt
Es ist so wie ein Kaugummi den man nicht abbekommt
Es ist so wie ein Monster das dir hinter läuft
Es ist Stress
Jan 29, 2017
Jan 29, 2017 at 11:27 AM UTC
Alles, was bleibt, ist ein Riss, genau in der Mitte des Seins.
Lass mich nicht die sein, die an allen Standpunkten
teilhaben muss, nicht die, die mit Stift und Worten
Angst zu bekämpfen vermag, nicht die, die sich im-
mer brav rechts auf den Weg hält, die, deren Blick
immer Fremdens Füße begutachten, nicht die, die
sich ohne eine Tasse Koffein wachhalten versucht,
die, die überhaupt nur zu den traurigen Songs tanzt,
die, deren Herz sich nur schwer erwärmen lässt,
die, mit den melancholischen Augen den Raum er-
misst
Someone taught me to be me -
Es sind die Kämpfe mit meinem Selbst,
die sich in meine Haut gebrannt haben,
die Angst vor höheren Mächten, die
meine Augenringe abzeichnen,
es ist das große Vielleicht von dir,
dass mich zittern lässt.
Jul 30, 2014
Jul 30, 2014 at 5:56 AM UTC
Er legt die Nadel auf die Ader
und bittet die Musik herein
zwischen Hals und Unterarm
die Melodie fährt leise ins Gebein
Los! Los! Los!
Bop bop shu bop
Er hat die Augen zugemacht
in seinem Blut tobt eine Schlacht
ein Heer marschiert durch seinen Darm
die Eingeweide werden langsam warm
Los! Los! Los!
Bop bop shu bop
Nichts ist für dich
nichts war für dich
nichts bleibt für dich
für immer
Er nimmt die Nadel von der Ader
die Melodie fährt aus der Haut
Geigen brennen mit Gekreisch
Harfen schneiden sich ins Fleisch
er hat die Augen aufgemacht
doch er ist nicht aufgewacht
Nichts ist für dich
nichts war für dich
nichts bleibt für dich
für immer
-
He lays the needle in the vein
and he asks the music to come inside
between his throat and forearm
the melody travels softly in the bones
Go! Go! Go!
Bop bop shu bop
He has closed his eyes
a battle rages in his blood
an army marches through his bowel
the intestines become warm slowly
Go! Go! Go!
Bop bop shu bop
Nothing is for you
nothing was for you
nothing remains for you
forever
He takes the needle from the vein
the melody travels out of the skin
violins burn with shrieking
harps cut the flesh
he has opened his eyes
but he is not awake
Nothing is for you
nothing was for you
nothing remains for you
forever
Jun 30, 2013
Jun 30, 2013 at 6:32 AM UTC
Ich will der nicht sein
der auf deinen Zug wartet
der niemals kommt
Der, der die Anderen sieht
Leute, die sich umarmen auf’m Gleis
Die schnell weg vom Bahnhof verschwenden
Und da bleib ich noch
Ich guck’ ungeduldig an die Anzeigetafel
Die leer steht
Leer bleibt
Und dunkel wird
Ich will der nicht sein
der allein Heim fährt
Nacht ohne Wert
Heute Nacht bin ich der
Doch ich kann ehrlich sagen
Du bist das schönste Ding
Das mir vorbeigefahren ist
Jun 27, 2015
Jun 27, 2015 at 4:06 PM UTC
Erinnerst du dich an einem letzten Regen im August?
Sein leidvolles Aroma grassiert in meinen fallenden Tränen,
Warum bleibt die Liebe im Kurzen wie sein Aroma?
JedesTropfchen manifestiert sich einen stilles Leid im Frühling.
Die geringe Momente können auswendig gelernt werden;
Wird aber die Zeit vollgeschätzt?
Wie kannst du vergessen werden?
Wenn alles über dir mit meinem Leben bereits verkörpert hat;
Ein Versprechen kann man vergessen;
Wirst du trotzdem meine Existenz vergessen?
In Ewigkeit bist du der Regen im August;
Mit deinem Tropfchen von meinen Augen erreiche ich dich.
Apr 10, 2015
Apr 10, 2015 at 3:10 PM UTC
Früher dachte ich immer der schmerzhafteste Teil des Todes wären all die Fragen,
die für das restliche Leben unbeantwortet sind.
Aber dann wusste ich, es waren nicht die Fragen,
es war die kalte Leere, die in einem übrig bleibt.
Das Herz, das sich zusammen mit ihr bewegt,
in der Seele Dunkelheit, Finsternis, Dunkelheit,
als ob wir in unserem Herzen durch unsere Tränen ertrinken würden.
Ertrinken in dem Meer der Ungewissheit,
denn niemand versteht den Tod,
aber vielleicht gibt es auch nichts zum Verstehen.
Ein ständig bewegender Schmerz,
der schwächer wird, aber nie aufhört
und der dich irgendwann auch zur Vergangenheit macht, du wirst, was weg ist.
Ist es Freiheit oder Einsamkeit?
Es bleibt den meisten unbemerkbar und das tötet uns langsam.
Da sind Friedhöfe - Gräber voller Knochen, die keinen Ton machen, vereinsamt.
Verstorbene, die eine Identität auf unserer Bühne spielten
und sich Sorgen über ihre Leistung machten,
doch der Tod trat trotzdem auf, auch ohne Applaus.
Aber wie fühlt sich der Tod an?
Ich stelle mir Frieden vor, aber nicht der, der Abenteuer will.
Ich stelle mir Stille vor, aber nicht die, die sich Geräusche sucht.
Ich stelle mir Nichts vor, aber nicht das Nichts, dass sich nach Alles sehnt.
Ich stelle mir vor, und dann wieder auch nicht.
Mar 29, 2021
Mar 29, 2021 at 4:34 PM UTC
Der Blitz kommt an, aber
wir können er nicht
sehen.
Die Schatten heißen, aber
wir können sie nicht
hören.
Das Alatheia leiden, aber
wir können es nicht
finden.
Dec 9, 2015
Dec 9, 2015 at 11:47 AM UTC
An manchen Tagen ist die Luft zu schwer zum Atmen,
wie Steine liegt sie in der Lunge und zieht und zerrt mich zu Boden.
Besiegt muss ich warten. Harren bis der Angriff vorbei geht.
Mich nicht rühren, nicht zeigen wie furchtbar es in mir aussieht.
An manchen Tagen wollen die Tränen fließen,
wegspülen, was in mir ist.
Doch die kranke Stille lähmt sie.
Hält sie fest an meinen Lidern,
wo sie ungesehn vergehn.
An manchen Tagen sterben ungesagte Worte.
Bleiben tot an meinen Lippen.
Ungehört muss ich sie schlucken.
Und in meiner selbst vergraben.
Wo ist das Ohr, das sie zu hörn vermag?
An manchen Tag ringt mich Erschöpfung nieder.
Zeit rinnt unerreichbar weit - und bleibt doch eine Ewigkeit.
Wenn Müdigkeit mich bleiern macht, mir Regung nimmt,
dann kommt die Nacht, die gierig mich verschlingt.
Wie ein Zuschauer wander ich unbeteiligt durch mein Leben.
An manchen Tagen verirre ich mich in meinen Gedanken.
Hinter dunklen Ecken lauert Finsternis,
ihre Wirrungen verschlingen mich,
bis ich verloren stehen bleibe.
Und mich ihrer Fremdheit ausliefern muss.
Oct 1, 2021
Oct 1, 2021 at 7:54 AM UTC
In meinem Kopf, da haust ein Tier.
Ist schleimig und eklig, ist schrecklich und groß.
Fremde Augen tief in mir
Stelln mich vor mir selber bloß.
Will ich es lieben, hass ich es doch.
Bleibt es mir fern muss ich es suchen,
Und kommt es zu mir, dann lass ich es los,
Um es zärtlich zu verfluchen.
Ich will mich vor der Welt verstecken.
Will, dass niemand sieht und schaut,
Wie ich in meinen tiefsten Ecken
Mein Monster hab aus Angst gebaut.
Treten, schneiden, Ketten legen.
Hin und wieder brüllts in Wut.
Wills nicht lieben, wills nicht pflegen.
Geilt sich auf an meinem Blut.
Ich halt es fest und nochmal fester,
Dann stöhnt und schreits soviel es kann.
Mein einz´ger Freund, mein bester.
Es stöhnt und schreit in Stille dann.
Dec 14, 2024
Dec 14, 2024 at 7:16 PM UTC
Dein Atem stockt.
Dein Herz verklingt.
Dein schwacher Körper – unbelebt.
Deine Seele auf dem Weg in die Freiheit.
Doch ich bleib hier.
Gelähmt von dem, was passiert.
Überfordert davon, was passiert ist.
Es wird Jahre dauern zu begreifen, was niemals passieren wird.
//
Und der Schmerz kommt und er geht.
Doch jetzt grad ist er hier – es ist schwer zu verstehn.
Dass du nicht mehr hier bist.
Und das alles, was bleibt, die Erinnerung ist.
Erinnerung, was für ein großes Wort.
Es ist Zurückversetzen an einen besseren Ort.
Eine bessere Zeit.
Etwas, das dann doch nicht bleibt.
Es ist Sehnsucht nach dem, was mal war und was niemals wieder sein wird.
//
Denn mit einem Schlag war alles vorbei.
Du – rausgerissen aus dieser Welt.
Verloren deine Träume.
Unerreichbar deine Gedanken.
Dein Atem stockte.
Dein Herz verklang.
Dein neuer Körper – frisch belebt.
Deine Seele frei zu gehn, wo es besser ist.
May 7, 2023
May 7, 2023 at 6:47 PM UTC
DIE WANDLUNG
(THE TRANSFORMATION)
In this house where I
a child grew snow has entered
drifts where I have dreamed
plays inside(where once I watched
it fall outside) in wonder.
*
ICH WEISS...ICH WEISS!
(I KNOW...I KNOW!)
Snow climbs the stair where
once I had head over heels
charged down to see it
begged like the child I was then
to go outside...inside...now.
*
DU BLEIBT...DU BLEIBT!
(YOU REMAIN...YOU REMAIN!)
Snow eager to see
me after such long ago
roams through room after
room...mindless now of time it
human now...I...the falling.
*
DER HIMMEL HINABSTEIGT
(THE SKY DESCENDS)
I watch Time grow old
see it fail to remembeer
what it should remem...
this house & I falling through
its fingers...lettting us go!
*
AUFGABE
(RELINQUISHMENT)
Language strolling down
memory lane...picking its fruit
laughter & sadness
growing from the same branches
tasting now bitter...now...sweet.
*
WELCH EIN SPIEL
(WHAT A GAME!)
All my life I've been
saying 'NO! ' to YES & 'YES! '
to NO...knowing I
know nothing of everything
I should know...could know...but...don't.
*******
Mar 17, 2018
Mar 17, 2018 at 3:37 PM UTC