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"zieht" poems
Liebes-Lied (“Love Song”) by Rainer Maria Rilke loose translation/interpretation by Michael R. Burch How can I withhold my soul so that it doesn’t touch yours? How can I lift mine gently to higher things, alone? Oh, I would gladly find something lost in the dark in that inert space that fails to resonate until you vibrate. There everything that moves us, draws us together like a bow enticing two taut strings to sing together with a simultaneous voice. Whose instrument are we becoming together? Whose, the hands that excite us? Ah, sweet song! Original text: Liebes-Lied Wie soll ich meine Seele halten, daß sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie hinheben über dich zu andern Dingen? Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas Verlorenem im Dunkel unterbringen an einer fremden stillen Stelle, die nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen. Doch alles, was uns anrührt, dich und mich, nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich, der aus zwei Saiten eine Stimme zieht. Auf welches Instrument sind wir gespannt? Und welcher Geiger hat uns in der Hand? O süßes Lied. Keywords/Tags: German, translation, Rainer Maria Rilke, love, song, music, soul, vibrate, vibration, dark, space, darkness, instrument, bow, strings, hands, voice
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Feb 25, 2020
Feb 25, 2020 at 6:26 PM UTC
Rainer Maria Rilke "Love Song" translation
imagine you are sick cold alone sitting in a coolish train lonesome thinking of your soulmate somewhere train departs scenery flahing by thoughts flashing by too numb to cry ice-cold nausea smile on the lips eyes closed searching for rest music on your song playing promising solace pulls and drags on my inside intense consuming i'm holding on tight too numb to cry searching for rest smile on the lips don't want a song but a warm embrace too far away too far away and distant scenery passing by thoughts passing by inside passing by too fast too agitated not tangible elusive too numb to cry ice-cold nausea smile on the lips far away (original: ) stell dir vor du bist krank kalt alleine sitzt in einem unterkühlten zug einsam denkst an dein seelengeschwisterkind irgendwo zug fährt los vorbeisausende landschaften vorbeisausende gedanken zu taub zum weinen eiskalte übelkeit lächeln auf den lippen augen geschlossen ruhe suchend musik an lied von dir trost verheißend zieht und zerrt in mir heftig verzehrend klammere mich fest zu taub zum weinen ruhe suchend lächeln auf den lippen will kein lied sondern eine warme umarmung zu weit weg zu weit weg und fern vorbeisausende landschaften vorbeisausende gedanken vorbeisausendes inneres zu schnell zu bewegt nicht greifbar flüchtig zu taub zum weinen eiskalte übelkeit lächeln auf den lippen weit weg
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Jan 24, 2018
Jan 24, 2018 at 8:01 AM UTC
Trance
An manchen Tagen ist die Luft zu schwer zum Atmen, wie Steine liegt sie in der Lunge und zieht und zerrt mich zu Boden. Besiegt muss ich warten. Harren bis der Angriff vorbei geht. Mich nicht rühren, nicht zeigen wie furchtbar es in mir aussieht. An manchen Tagen wollen die Tränen fließen, wegspülen, was in mir ist. Doch die kranke Stille lähmt sie. Hält sie fest an meinen Lidern, wo sie ungesehn vergehn. An manchen Tagen sterben ungesagte Worte. Bleiben tot an meinen Lippen. Ungehört muss ich sie schlucken. Und in meiner selbst vergraben. Wo ist das Ohr, das sie zu hörn vermag? An manchen Tag ringt mich Erschöpfung nieder. Zeit rinnt unerreichbar weit - und bleibt doch eine Ewigkeit. Wenn Müdigkeit mich bleiern macht, mir Regung nimmt, dann kommt die Nacht, die gierig mich verschlingt. Wie ein Zuschauer wander ich unbeteiligt durch mein Leben. An manchen Tagen verirre ich mich in meinen Gedanken. Hinter dunklen Ecken lauert Finsternis, ihre Wirrungen verschlingen mich, bis ich verloren stehen bleibe. Und mich ihrer Fremdheit ausliefern muss.
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Oct 1, 2021
Oct 1, 2021 at 7:54 AM UTC
Manche Tage
Unverhofft der Tod getarnt als Dieb. Kassiert ein unschuldiges Leben ein, musste die Beerdigung noch schlimmer sein? Sie sagten:"sei einfach lieb" Zwingt mich dazu selbstverrat zu begehen, könnt nicht mal zu euren eigenen Fehlern stehen Mein Schweigen war euch den Verrat Wert meine Gefühle nicht, weil es euch nicht schert Seht nicht meine Wut Seht nicht die verzweifelte Glut Seht nicht was ihr mir damit antut Konsequenzen unter'n Teppich kehren wollt um jeden Preis euer Ziel gewähren meine einzige Option, ist den Kontakt zu verwehren Bin nicht wie gewünscht die adrette spiel gewiss nicht weiter eure Marionette Will frei sein, hab meinen eigenen Kopf doch ihr zieht ihn nur zurück am Schopf Merkt nicht einmal den emotinalen Machtmissbrauch versuche meine Gedanken zu ordnen im weißen Rauch Verachte euer Schweigen und die Familienhierarchie weiß bei euch nicht mehr weiter, weiß nicht wie Würde gerne weiterhin ein Teil in eurem Leben sein doch weil ich nicht schweige, passe ich nicht ins Familienbild rein schiebt mich mit euren Taten aus eurem Leben die Stimme in mir laut schreit, wird dauern zu vergeben
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Apr 11, 2021
Apr 11, 2021 at 5:05 PM UTC
Familienhierarchie - hoch lebe das Schweigen
Warten, in einem fremden Raum. Ungewohnte Geräusche. Unangenehme Gerüche. Die Anwesenheit einer Fremden im Bett nebenan, auch wartend, auch nicht schlafen könnend. Wie kalter Honig zieht sich die Zeit. Der Wunsch nach dem Ende der Nacht begegnet der Angst vor dem Morgengrauen. Alles sträubt sich. Die Augen brennen vor Müdigkeit. Die Matratze zwingt den Muskeln ihre Härte auf. Was alles sein wird oder sein könnte am morgigen Tag, taucht auf und ab, wie ein Ball wogend auf dem Meer. Der Versuch, alles auszublenden; die fremde Umgebung, die fremden Geräusche, die fremden Gerüche, die Fremde. Abtauchen in eine andere Welt; in meine Welt, meine Gedanken, mein Denken. Müdigkeit übermannt mich. Schlaf beendet das Warten.
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Aug 10, 2021
Aug 10, 2021 at 3:28 PM UTC
Warten
Auf den Schwingen geflügelter Worte, werden Sätze zu Zeitreisenden, tragen uns fort, dorthin, wo unsere Gedanken sich kreuzen, mentoriert von den lauen Winden der Leerzeichen, gleiten sie bis hin zum Anbeginn des Regenbogens, der seine prächtigen Farben durch das Grau der trüben Buchstabenreihen zieht.
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Nov 23, 2020
Nov 23, 2020 at 6:47 AM UTC
Zeitreisende