Gut! Aber dieses Mal beginne ich –
und du rollst die Liebe wie einen Stein
Strukturen hoch, du scheiterst.
Du lebst in den Trümmern des Wohlstandes,
du bedienst die sperrigen Vehikel der Sinnleere.
Du lebst die Wut meiner nicht geführten Gespräche,
du gehst die Umwege meiner nicht angetretenen Suche.
Du lebst die Antworten meiner nie gestellten Fragen,
du wagst die Intimität meiner nie getanzten Räume.
Ich durchlebe zwar den Krieg,
aber ich habe das Geld und die Euphorie.
Dir gelingen zwar die Gedichte, welche Rhizome in sich tragen
mit weitverzweigten Ansätzen des Hoffens,
aber ich besitze das Narrativ,
den Kanon und die Schwerkraft.
Dieses Mal bittest du mich, nach innen zu sehen –
und es liegt an deinem Idealismus, ob ich mich erinnere.
Immer wenn der Löwenzahn
sein Gelb ins Spiel bringt,
denke ich an diesen Frühling:
Der so überraschend anbrach –
sich uns aufdrängte mit seinen
Spielen und Düften und Geschmäckern,
bis uns der Sommer ganz verrückt
nach dem Schatten von Ahornbäumen machte.
Alles wollte der Atem betasten mit seinen Fingern.
Die Wegweiser bildeten schon ihren Umkreis,
da lagen wir noch Stirn an Stirn;
und ich will mich nicht erinnern,
in welchen Tag ich eine Kirschblüte
als Lesezeichen legte.
Wage ich es nachzublättern?
Jetzt bedecken Schneekristalle Beerensträucher;
und Gedanken fließen still ins Sonnenlicht.
Es regnet. Und der Regen scheint nicht aufzuhören.
Und die Sonne scheint nicht zu scheinen,
aber sie tut es dennnoch: Hoch über den Wolken,
tief drinnen im Herzen und weit vorne im Glück.
Da scheint sie und zündet Blumen:
Mohnblumen und Steinnelken und Pfingstrosen.
Ganze Blumenbeete klingen nach Sonne.
Und ich übertreibe: Blumenmeere segeln im Kreis!!
Sie bündelt Blütenströme und schreibt Gedichte.
Über schmelzende Schokolade und stolpernde Männer,
die konstant auf ihren Füßen landen und immer wieder
in Zwischenzeilen nach dem Sinn des Weltraums graben.
Dabei entdecken die lyrischen Ichs so manchen Stern
und zwingen den Schreiber sich die Handgelenke
wundzudenken, bis sie sich verstanden fühlen.
Sensible Astronauten eben. Wollen wir nicht alle wissen,
ob es Milchstraßen wirklich gibt?
Inzwischen hat es aufgehört zu regnen und ich entlocke
der Sonne einige bucklige Regenbögen und verteile sie
über deiner Stadt. Also finde mich.
Schau hin
Wenn ich sehe, wie es vielen Menschen geht
so hätte ich gern ein Neubeginn!
Es wird Zeit das ihr euch eingesteht
dass die Kids hier so verloren sind!
Schau Aussichtslos und Hoffnungslos,
denn wir stellen uns alle blind, doch wir stellen uns alle blind
Wenn andere nichts mehr sehen dann schau hin
Denn wir sehen soviel dass nicht richtig ist,/ We see so much that isn’t right
also versperr dich nicht und hör hin
Sie sagen soviel, so vieles ohne Sinn! /They say so much, so much without sense!
Was ich will
Sind Taten und kein Wortgefecht
irgendwie hat jeder Recht
haltet doch was ihr versprecht
Weil viele Menschen so verloren sind
Ausgebrannt und Mittellos!
Denn wir stellen uns alle blind
Alle doch wir stellen uns alle blind
Warum sind wir so blind
Hin Schau hin
Vielleicht wachen sie auf und
schaun hin..
Zwischen das Glück zwischen Ruhm
zwischen all' diesen Dingen
merkst du nicht was wichtig ist?
Auf der Suche nach dem Sinn
ich mach meine Augen jetzt auf und schau hin!
Look
When I see, how may people are
I would like to have a new beginning
It´s that you admit
that the kids get lost here
Desperately and without hope
because we all act as if we are blind
we act as if we are blind
When all the others can´t see anything
look there
because we see many things that are not alright
do not avoid and listen carefully
they say so many things without meaning
What I want
is action and no battle of words
somehow everybody is right
keep your promises
because many people are lost
Desperately and without hope
because we all act as if we are blind
we act as if we are blind
When all the others can´t see anything
look there
because we see many things that are not alright
do not avoid and listen carefully
they say so many things without meaning
Why are we so blind
look there
Maybe they wake up and
have a look...
In between luck and glory
in between all those things
don´t you recognize, what´s really important
While looking for the sense - for the sense
I open my eyes now and look there (watch out)
When all the others can´t see anything
look there
because we see many things that are not alright
do not avoid and listen carefully
they say so many things without meaning
there is a wrestle going on inside of me
an epic match
nAch vs nAff
At one end “Duty”-the undefeated ruling champion
And at the other end
“Desire”-a strong contender for the title
Come and watch this fight to the death!
get out the fizz and popcorn
join the fun!
see me oscillate-between one and the other
i’m like an old grandfather clock
can’t decide
this lunacy is felt
in my deepest self, my core
stretched so far I’m torn apart
every limb every pore seethes in the anticipation
of the win
my mind bounces off the walls
I wonder what the point is at all-
someday this will end in a drunken brawl.
- Vijayalakshmi Harish
07.09.2012
Copyright © Vijayalakshmi Harish
Dharma : Duty
Kama : Desire.
nAch: In psychological terminology: Need for Achievement
nAff: In psychological terminology: Need for Affiliation
From the 16th century Anabaptist Ausbund
Hymn 11 by Jörg Wagner, burnt 1527
German
Wer Christo jetzt will folgen nach,
Muß achten nichte der Welt Schmach,
Das Creutz er auch muß tragen,
Kein ander Weg in Himmel geht,
Hört ich von Jugend sagen.
Also thät Jörg der Wagner auch,
Gen Himmel fuhr er in dem Rauch,
Durchs Creutz ward er bewähret,
Gleich wie man thut dem klaren Gold,
Von Herzen ers begehret.
Der Falkenthurm ward ihm zu Theil,
Es galt ihm seiner Seelen Heyl,
Er acht kein's Menschen Trauren,
Er acht auch nicht sein kleine Kind,
Noch seiner Ehlichen Frauren.
Wiewohl sie ihm nicht war'n nunmehr,
Und er gern bey ihn's blieben wär,
Hat Liebe und Leids gelitten,
Kein Arbeit an seim Leib gespart,
Nach frommer Ehleut Sitten.
Gleichwohl er sie verlassen muß,
Es war ihm kein geringe Buß,
Daß er von ihn'n mußt scheiden.
Klein Fürst mit seinem Fürstenthum,
Hätts ihm mögen erleiden.
Zween Baarfüß—Möch in grauem Kleid
Jörg Wagner trösten in seim Leid,
Sie wollten ihn bekerhren,
Er wiess sie in ihr Klösterlein,
Ihr Red wollt er nicht hören.
Der Henker führt ihn an ein'm Strick,
Im Rathaus las man ihm vier Stück,
Darauf stund ihm sein Leben:
Eh er eins widerrufen wollt,
In Tod thät er sich geben.
Der erst Artikel war nicht leicht,
Trauff an die mündlich Ohrenbeicht,
Kein Pfaff mocht ihm verzeihen,
Dieweil er wider Gott gethan,
Der ihm allein konnt freyen.
Der Tauff ist recht wie Christus lehrt,
Wenn die Ordnung nicht wird verkehrt,
Bedeut sein bitter Sterben,
Ist ein Abwäschung unser Sünd,
Dadurch wir Gnad erwerben.
Vons Herren Christi Sacrament,
Jörg Wagner ihn'n auch frey bekennt,
Ich halt es vor ein Zeichen,
Vor Christi hingegebnen Leib,
Redt er ohn alles Schmeichlen.
Zum vierten wollt nicht Glauben thun,
Daß sich Gott sollte zwingen lohn,
Auf Erd herab zu kommen,
Bis er werd halten sein Gericht,
Den Böse mit den Frommen.
Etlich Christliche Brüder war'n,
Redten Jörg Wagner in sein' Ohr'n,
Weil er noch war beym Leben,
Im Feur sterb als ein frommer Christ,
Wollst uns ein Zeichen geben.
Er sprach: Das will ich gerne thun,
Christum den wahren Gottes Sohn
Will ich mit'm Mund bekennen,
So lang als mein Vermögen ist,
Will ich ihn Jesum nennen.
Zween Heker stunden bey der Seit,
Den Ring um ihn sie machten weit,
Jörg Wagner sprach den Glauben.
Zugegen stund ein große Schaar
Von Männern und von Frauen.
Jörg Wagner sh ohn Furcht um sich,
Sein Mund zu keiner Zeit verblich,
Er redt daß manchen wundert.
Geschah im sieben un zwanzigsten Jahr,
Ein tausend und fünf hundert.
Im Hornung in demselben Jahr,
Am achten Tag ganz offenbar,
Hing man ihm an sein Kehle
Ein sack mit Pulver nicht fast klein,
Benahm ihm da sein Seele.
Man flocht ihm auf ein Leiter hart,
Das Holz und Stroh anzünndet ward,
Jetz ward das Lachen teuer.
Jesus, Jesus, zum vierten mahl,
Rief er laut aus dem Feuer.
Elias thut die Wahrheit sagen,
Daß er in ein'm feurigen Wagen
Fuhr in das Paradeise:
So bitten wir den Heiligen Geist,
Daß er nus unterwiese.
Englisch
Who Christ will follow now, newborn,
Dare not be moved by this world's scorn,
The cross must bear sincerely;
No other way to heaven leads,
From childhood we're taught clearly.
This did George Wagner, too, aspire,
He went to heav'n 'mid smoke and fire,
The cross his test and proving,
As gold is in a furnace tried,
His heart's desire approving.
The falcon tower became his lease,
It brought about his soul's release,
No human sorrowing swerved him,
Nor was he moved by his small child,
Nor had his wife unnerved him.
They no more his could be to aid,
Though he gladly with them had stayed,
His love and sorrow welling;
No labor spared he on his part,
As righteous partners dwelling.
Although he from them must depart,
No meanly sacrifice of heart,
That he from them be parting,
No prince with all his princely gain
Could him from this be thwarting.
Two barefoot monks in grey array,
George Wagner's sorrow's would allay,
They would be him converting;
He waved them to their cloister home,
Their speech he'd be averting.
The hangman him with rope interned,
In the town hall four counts he learned,
Upon which hinged his living;
Before he one truth would deny,
His life would he be giving.
The article which first would weigh,
With the confession it did lay,
No priest could be forgiving,
For against God would he have sinned,
Who'd only be grace giving.
Baptism is right as Christ has taught,
When this ord'nance is not distraught,
Portends his bitter dying,
In symbol washes us from sins,
And grace us signifying.
Of our Lord Christ's own sacrament,
George Wagner testified intent,
A symbol, it esteem I,
Of Christ's own body offered free;
No flattery spake he hereby.
Fourthly, he would not fain believe
That God should such constraint receive
And come to earth in brightness,
Until His judgment He should hold,
The wicked with the righteous.
Did several Christian brothers near
Speak then into George Wagner's ear
While still he was yet living,
(He died in fire, a Christian true),
Wilt us a sign be giving.
He said: This will I gladly do,
Christ, truly God's own Son, as due,
By mouth I'll be confessing:
As long as privilege shall be,
Jesus him be addressing.
Two hangmen stood now at his side,
The ring about him they made wide,
George Wagner spake his faith strong,
Around him a great company,
Men, women, an attent throng.
George Wagner's gaze did nothing quail,
His lips did never once grow pale,
He spake that many wondered.
T'was in the twenty seventh year,
One thousand and five hundred.
In February the same year,
The eighth day, openly and clear,
Men on a stake then hung him,
A bag of powder, rather small,
There took his soul quite from him.
Men fastened him to ladder firm
The wood and straw was made to burn,
Now was the laughter dire;
Jesus! Jesus! did he four times
Call loudly from the fire.
Elias speaks the truth entire
That he in chariot of fire
In paradise did lighten;
So pray we then, the Holy Ghost,
That He may us enlighten.
Translated by John J Overholt ©1970
From the 16th century Anabaptist
Ausbund, Hymn 131, by Leonard Clock, c.1590
German
O Gott Vater, wir loben Dich,
Und Diener Güte preisen;
Daß du O Herr, so gnädiglich,
An uns neu hast bewiesen,
Und hast uns, Herr, zusammen g'führt,
Uns zu ermahnen durch Dein Wort,
Gib uns Genad zu diesem.
Oefne den Mund Herr deiner Knecht,
Gib ihn'n Weisheit darneben,
Daß wir fromm mög sprechen recht,
Was dient zum frommen Leben,
Und nützlich ist zu dienem Preis,
Gib uns Hunger nach solcher Speis,
Das ist unser Begehren.
Gib unserm Herzen auch Verstand,
Erleuchtung hie auf Erden,
Daß wir fromm mögen werden,
Und leben in Gerechtigkeit,
Achten auf dein Wort allezeit,
So bleibt man unbetrogen.
Dein, O Herr, ist das Reich allein,
Und auch de Macht zusammen,
Wir loben dich in der Gemein,
Und danken deinem Namen,
Und bitten dich aus Herzens Grund,
Wollst bey uns seyn zu dieser Stund,
Durch Jesum Christum. Amen.
Englisch
O God Father, Thee do we bless,
Thy goodness praise addressing,
That Thou, O Lord, with graciousness
Anew us manifesting,
Hast lead us thus together, Lord,
To admonish through Thy Word;
For this grant grace and blessing!
Open Thy servants' lips, O Lord,
And grant them wisdom, power,
That they rightly may speak Thy Word,
That holy lives may flower
And glorify Thee for Thy good,
O grant us hunger for such food;
This is our pray'r this hour!
An understanding mind impart,
That Thy Word known within our hearts
In holy lives may praise Thee;
And in true righteousness that we,
Thy Word so heeding constantly,
May undeceived obey Thee!
Thine only is the kingdom, Lord,
Thine is the power given;
With in Thy church with one accord
Thy name we praise to heaven!
And from our heart's depth, Lord, we pray,
Through Jesus Christ our Lord. Amen!
Translated: John J Overholt ©1972
His wife, George, was present with flowers.
Anne and Michael,his children, were there.
A headstone had been carved at the Quarry,
now all waited on Yeats to appear.
Soft and damp was that day in the graveyard
with the scent of turned earth in the air.
Beyond rose the bulk of Ben Bulben,
As the Lorry, with the poet, drew near.
Ten years he had slept in his coffin,
while the great nation states played at war.
Now Sean MacBride, the son of his rival,
brought him home, where he'd not been before.
At his birth, Yeats was a British subject.
By his death, a Dominion was here.
Now they laid him to rest in the free state;
the newly minted Republic of Eire.
A bhean chéile, George, a bhí i láthair le bláthanna.
Anne agus Michael, a pháistí, bhí ann.
Bhí A cloch chinn snoite ar an Cairéal,
gach fhan anois ar Yeats le feiceáil.
Bhí bog agus tais an lá sin sa reilig
leis an boladh de domhain iompú san aer.
Beyond ardaigh an chuid is mó de Ben Bulben,
Mar an Leoraí, leis an bhfile, tharraing aice.
Deich mbliana bhí chodail sé ina cónra,
agus an stáit náisiúin mór a bhí ag an chogaidh.
Anois Seán MacBride, mac a rival,
thabhairt dó sa bhaile, i gcás nach mhaith a bhí sé riamh.
Ag a rugadh é, go raibh Yeats ábhar na Breataine.
De réir a bhás, bhí Dominion anseo.
Anois atá leagtha siad dó a gcuid eile sa stát saor in aisce;
an bualadh nua-Phoblacht na Eire.
Du warst meine kleine Aufklaerung
Obwohl ich noch lange nicht erwacht bleibe
Ohne dich fuehle ich die Waende
Und dreh mich den Kopf im Kreis
Bevor dich war der Horizont leer
Jetzt scheint er unfassbar, so wie die Erinnerung an dir
Und alles ist ok so, weil man sehnt immer nach
Unmoegliches
Unmoegliches bist du
Ich werde immer besessen davon
Besessen von dir
[You were my small Enlightenment
Although I long since remain unawakened
Without you I feel the walls
And turn my head in a circle
Before you was the horizon empty
Now it appears intangible, like the memory of you
And everything is ok this way, because one always longs for the impossible
You are the impossible
With which I will always be obsessed
Obsessed with you]
